Udos neue Mitbewohner



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Nachdem unsere vier Freunde für mehrere Sessions die Hauptquest links liegen gelassen haben und sich lieber Nebenabendteuern wie dem Rätsel um Grete gewidmet haben, geht es seit kurzem wieder voran. In der Abenddämmerung hatten unsere Freunde beim letzten Mal mit einem Stallburschen von Chiraque gesprochen, der einen Treffpunkt und eine Uhrzeit an Nina weitergeben soll. Bei morgigen Treffen möchten die Vier dann mit Nina besprechen, ob sie sich vorstellen könnte für längere Zeit Informationen aus der Residenz Chiraque an ihren Auftragsgeber weiter zu geben. Doch heute geht es von der Residenz Chiraque erst mal zurück nach Fichtenstein, wo nicht nur ein warmes Bett bei Udo auf sie wartet, sondern auch jede Menge Bier.

Auf dem Weg passieren die vier dabei Wilhelm Farm. Mit diesem haben sie zwar keine Rechnung mehr offen, besonders sympathisch ist ihnen Wilhelm aber noch immer nicht. Außerdem war seine Auszahlung damals, als sie ihn mit seinem Verrat gegenüber Feandal konfrontiert hatten, mehr als dürftig. Daher entscheiden sich unsere Freunde, dem Farmer noch einen kurzen Besuch abzustatten. Doch zu ihrer Überraschung liegt die Farm verlassen vor ihnen. Ob Wilhelm und seine Frau gerade Feldarbeiten nachgehen, oder sie die Farm aufgegeben haben, können sie auf den ersten Blick nicht einschätzen, doch passt es ihnen sehr gut in den Kram, dass gerade keiner da ist. Entsprechend entspannt sehen sie sich in dem Farmhaus selbst, aber auch in den daneben liegenden Scheuen um. Nach etwas mehr als einer Stunde treffen sich unsere Freunde mit leeren Händen wieder vor dem großen Farmhaus. “Die haben ja wirklich gar nichts von Wert” beschwert sich Theo genervt und wird durch das Nicken seiner Kollegen bestätigt. “Dann nehm ich mit jetzt zumindest mal zwei Hühner mit.” sagt Aldric trotzig und so machen sich unsere vier Freunde zusammen mit zwei Hühnern wieder auf den Weg.

Nachdem sie die letzten dreißig Minuten nach Fichtenstein erfolgreich hinter sich gebracht haben, springt Löwenzahn von seinem treuen Ross und schmeißt Aldric die Zügel zu. “Ich frag Udo mal, wo wir die vier unterbringen können.” ruft er seinen drei Freunden zu und ist dann auch schon durch die Eingangstür verschwunden. Mit einem fröhlichen Lachen wird Löwenzahn im Inneren von Udo begrüßt. “Was macht ihr denn schon wieder hier? Ich dachte, ihr wolltet mal für längere Zeit weg?” fragt er den Halbork verdutzt, doch Löwenzahn zuckt nur mit den Schultern und erklärt, dass sie doch noch etwas hier auf der Ecke zu tun hätten. Dann fragt er nach einem möglichen Unterschlupf für die Pferde. “Am besten stellt ihr sie einfach hinten in den kleinen Garten” schlägt Udo ihm vor und verschwindet dann fürs erste in der Küche. Auch Löwenzahn verlässt den Gastraum und nachdem er mit seinen Freunden die Pferde im Garten angebunden haben, kehren sie zu viert in den Gastraum zurück.

Sie machen es sich in einer kleinen Ecke des Raumes gemütlich und haben sich gerade erst hingesetzt, als Udo schon vier Krügen Bier vor sie auf den Tisch stellt. Kurze Zeit später kommt auch das Essen und da sie heute die einzigen Gäste sind, gesellt sich Udo kurzerhand zu ihnen. Das Gespräch wird schnell lockerer und unsere Freunde stellen fest, dass sich inzwischen eine richtige Freundschaft zwischen ihnen und dem Wirt entwickelt hat. “Sag mal Udo” beginnt Aldric den Wirt direkt anzusprechen: “du brauchst nicht zufällig Hühner?”. Verdutzt guckt ihn Udo an, fängt dann aber ungläubig an zu grinsen: “Wieso zur Hölle hast du denn Hühner?” fragt er Aldric, der ihm dann in Kurzfassung die Geschichte um Feandal und Wilhelm erzählt und ihre Rolle in dieser Beziehung erläutert. “Joa, also warum denn nicht? Dann müsst ihr mir aber draußen einen Unterstand für die Biester bauen, dann kann ich die auf jeden Fall versorgen.” stimmt Udo zu. Doch diese Aufgabe verschieben unsere Freunde lieber auf den nächsten Tag, denn jetzt muss sich erst mal auf Udos Bierflatrate konzentriert werden.

Karte Fichtenstein.

Entsprechend zerknittert wachen Kel, Aldric, Löwenzahn und Theo am nächsten Morgen auf. Zu ihrer Überraschung begrüßt sie ausnahmsweise mal kein gut gelaunter Udo, sondern ein leerer Schankraum liegt vor ihnen, als sie vorsichtig die Treppe runtergestolpert kommen. Während sich Kel Tuh Las um ein kleines Kaminfeuer kümmert, stapfen Löwenzahn und Aldric bereits in den Hinterhof, wo sie mit dem Bau eines Hühnerstalls beginnen. Theo möchte seinen Kater dagegen auf eine etwas andere Art und Weise bekämpfen. Er verabschiedet sich von seinen Freunden und läuft zu der nahe gelegenen Hütte von Kräuterfrau Rosvita. Leise klopft er an die leicht anliegende Tür und ein rauchiges “Hallo” hallt aus der Hütte. Theo tritt ein und bei seinem Anblick huscht Verwunderung über Rosvitas Gesicht. “Ihr kommt mir bekannt vor” raunt sie und es wirkt, als würde sie verzweifelt in ihrem Hirn suchen, woher ihr Theo denn nun bekannt vorkommt. “Jo, ich hab hier schon mal Kräuter gekauft und dir gemeinsam mit meinen Freunden Zutaten für den Liebestrank vorbeigebracht.” versucht ihr Theo auf die Sprünge zu helfen und ein Hauch von Erinnerung kann Theo in Rosvitas Augen erkennen. “Ich wollte fragen, ob ihr noch andere Kräuter zum Rauchen habt?” fragt Theo und scheint damit Rosvita aus ihrer Trance zu reißen. “Aber sicher” antwortet sie dem Halbling und beginnt, in einer großen Tasche herum zu kramen. Sie bietet ihm verschiedene Grassorten an und gemeinsam kosten sie sich durch Rosvitas Angebot. Schon ordentlich high holt Theo plötzlich die Rhatcyler Bergkräuter hervor, die er in Selbingen im Militäraußenposten gefunden hatte. “Ich hab hier noch was ganz besonderes” flüstert er Rosvita zu. “Ich teile das gerne mit euch, hätte dafür aber noch gerne ein paar Gramm Odd”. Neugierig stimmt Rosvita zu und ergänzt ein paar Bergkräuter in ihren Joint. Ein Zug reicht schon und die Kräuterfrau ist komplett weggeklatscht. Sie sitzt zwar noch aufrecht, aber ansprechbar ist sie nicht mehr und zeigt auch sonst kaum noch eine Regung, außer ihren regelmäßigen Atemzügen. Weil das ganze hier jetzt gar nicht mal mehr so kommunikativ ist, verabschiedet sich Theo nach ein paar Minuten von Rosvita, allerdings nicht ohne sich noch sein ertauschtes Gras und den angezündeten Joint zu sichern.

Gemütlich und inzwischen auch katerfrei schlendert er über den kleinen Fichtensteiner Marktplatz und von dort aus direkt in den Hinterhof von Udos Gaststätte. Hier erwartet ihn zu seiner Überraschung ein perfekt gezimmerter Hühnerstall, in dem zwei Hühner herumtollen. Stolz stehen Kel, Löwenzahn und Aldric vor ihrem Werk. “Das sieht aber gar nicht mal so schlecht aus” sagt Theo und erntet dafür direkt kritische Blicke. “Gar nicht mal so schlecht?” wiederholt Löwenzahn zerknirscht, “der ist ja wohl mal mega” korrigiert er unzufrieden. Zufrieden damit, seine Freunde etwas geärgert zu haben, stimmt Theo Löwenzahn dann doch zu und lobt die doch ziemlich gute Holzarbeit. “Jetzt wo dieser wichtige Punkt von der Agenda ist, könnten wir ja eigentlich schon mal los zu unserem Treffpunkt mit Nina, oder?” fragt Löwenzahn in die Runde. Er erntet zustimmendes Nicken, doch wie das Treffen schließlich abläuft, erfahrt ihr erst beim nächsten Mal Arkanthia Pen and Paper.

Weltkarte Arkanthia.