Upgrades



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Mit einem lauten Knall haben sich unsere Freunde vor zwei Wochen den Schatten vorgestellt. Ob das nun der überzeugende Aspekt war, der sie zu Mitgliedern der Gilde gemacht hat, oder eher die guten Empfehlungen von Leutnant Kampf, kann jeder für sich selbst entscheiden. Jedenfalls können sie nun als echte Schatten ihren ersten Auftrag bei der Schattenanführerin Plasura abholen. Sie gehen den kalten Felsgang entlang und klopfen vorsichtig an die Tür ihrer neuen Chefin. Ein leises „Herein“ antwortet, und sie treten in Plasuras Arbeitszimmer. „Sicher wollt ihr nun euren ersten Auftrag erhalten, habe ich recht?“, fragt sie, doch ihr Gesicht zeigt deutlich, dass sie mit dieser Frage gerechnet hat. „Ihr müsst einen balrumer Spion in Gelduk umbringen. Er hat sich bei der dortigen Armee eingeschleust und muss zur Strecke gebracht werden.“ – „Im Umlegen von Menschen kennen wir uns aus, keine Sorge“, beruhigt Aldric sie. Zufrieden nickt Plasura und fordert sie mit einer leichten Handbewegung auf, ihr Arbeitszimmer nun wieder zu verlassen.

Vorsichtig schließen sie die Tür hinter sich und gehen zurück in die Eingangshalle, wo noch immer einige Mitglieder der Schatten auf sie warten. Ein gewisser Randy Marsh begrüßt sie herzlich und verwickelt die vier in ein wirklich langweiliges Gespräch voller Smalltalk. Ein paar Minuten halten sie durch, doch dann ist es genug. Mit der geschickten Frage, wo man hier Ausrüstung kaufen könne, lenkt Theo das Thema auf etwas, das ihn tatsächlich interessiert. „Ja, ähm, also … da wäre zuallererst natürlich unser Schmied Alfred. Hier könnt ihr einiges an Rüstung und Waffen kaufen, aber auch Ausrüstung verbessern lassen. Bei Isa gibt’s Lederwaren und -rüstungen, besonders gut, wenn ihr euren Fokus auf Schleichen und hinterhältige Angriffe legt. Und dann gibt es noch die Zwillinge Kira und Kino, die mit Alchemiezutaten experimentieren“, antwortet Randy, ohne zu merken, dass er sich gerade extrem uninteressant macht. „Ja, dann mal danke dafür“, verabschiedet sich Theo, und auch seine drei Freunde nutzen die Gelegenheit, um Randy zu entkommen.

„Lasst uns zuerst zu Isa gehen, das ist wahrscheinlich für uns alle interessant“, schlägt Löwenzahn vor. Also klopfen sie nach und nach an einige Türen, bis sie schließlich Isa finden – tatsächlich hätten sie auch einfach ihrer Nase folgen können, denn eine Gerberei verbreitet einen recht intensiven Geruch. Freundlich begrüßt Isa die vier und erkundigt sich nach der Geschichte ihrer neuen Kollegen. Nach ein paar Minuten geht es ans Eingemachte und sie lässt sich ihre Waren zeigen. „Ich habe einiges an sehr guten Lederwaren. Insbesondere meine Stiefel sind ausgezeichnet und aus besonders weichem Leder. Das kann euch beim Schleichen sicher nützlich sein“, erklärt sie augenzwinkernd. Damit trifft sie offenbar genau ins Schwarze, denn die Stiefel wollen alle vier sofort haben. Außerdem lässt Theo noch seine beschädigte Rüstung reparieren, bevor sie sich verabschieden.

„Ich würde jetzt noch ganz gerne zu den beiden Alchemisten gehen“, sagt Theo, sobald sie wieder auf dem Flur stehen. Da seine drei Freunde eher an mehr Rüstung und Waffen interessiert sind, trennen sie sich vorerst. Während Theo sich auf den Weg zu Kino und Kira macht, betreten die anderen kurz darauf Alfreds Schmiede. „Ach, ihr müsst die Neuen sein“, begrüßt Alfred sie lachend, blickt dann jedoch verdutzt drein. „Ich dachte, ihr seid vier?“ Nachdem Löwenzahn erklärt hat, dass sie sich nur aufgeteilt haben, präsentiert Alfred seine Ware. Da er leider ebenfalls keine Armbrust für Aldric hat und die restlichen Waffen das Portemonnaie von Kel und Löwenzahn sprengen würden, interessieren sie sich vor allem für Upgrade-Möglichkeiten. Diese sind jedoch ebenfalls teuer. Da Kel meist ohnehin eine magische Waffe nutzt und Aldric mit Pfeilen schießt, verzichten beide auf Verbesserungen. Löwenzahn hingegen lässt seinen Kampfspeer von „normal“ über „verbessert“ auf „fein“ aufwerten und zahlt dafür 60 Silbertaler. Dafür verursacht sein Speer nun zwei Schadenspunkte mehr pro Attacke.

Unterdessen lässt sich Theo von Kino und Kira verschiedenste Kräuter erklären. Besonders interessieren ihn jedoch die Tränke und Gifte. „Hm, ja, da haben wir so einiges“, versichert Kino grinsend und zieht eine große Holztruhe hervor. Theo staunt nicht schlecht, als er sicher fünfzig verschiedene Tränke entdeckt – und mindestens genauso, als er die Preisschilder an den Fläschchen sieht. Schließlich entscheidet er sich für ein recht potentes Gift, das noch einigermaßen in seine Finanzplanung passt, sowie für ein paar Heiltränke.

„Wir haben gehört, ihr habt Talente in verschiedensten Disziplinen“, ruft Kira Theo hinterher, als er sich eigentlich schon verabschiedet hatte. „Äh, wie genau meinst du das jetzt?“, fragt Theo sichtlich verwirrt. Doch diese Frage bleibt noch für zwei weitere Wochen offen – bis es weitergeht mit Arkanthia Pen and Paper.

Weltkarte Arkanthia.